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Sanierung eines Zweifamilienhauses mit Werkstatt mit Passivhauskomponenten in HH Schnelsen

Ein schwieriger Fall war die energetische Sanierung dieses Hauses in massiver Bauweise deswegen, weil auf dem Grundstück drei etwa gleich große und im Wesentlichen gleichartige Gebäude stehen.

Nach der Forderung des Vermieters sollte sich das sanierte Gebäude weiterhin in das bestehende Ensemble einfügen. So wurde mit erheblichem Aufwand das Dach mit innenliegenden Rinnen um das Maß der Fassadendämmung erweitert.

Die Fassade wurde mit 28cm Polystyroldämmung und einem Flachverblender saniert. Der alte Verblenstein wurde aus bauphysikalischen und Platzgründen abgebrochen. Der Einsatz des "Meldorfer Flachverblenders", der aus nicht geringen Kunststoffanteilen besteht, stellt einen Kompromiss dar, den die betroffenen Parteien auf dem Grundstück ausgehandelt haben. Vorteil war dass dieser nach dem Vorbild des alten Verblendsteines farblich eigens angemischt werden konnte.

Die vorhandenen Fenster waren zwar aus hochwertigem Teakholz, hatten aber keine Dichtungen und waren nicht nachrüstbar. Es kamen passivhauszertifizierte Holz-Alu-Fenster zum Einsatz, die mit einem U-Wert Rahmen von 0,76 W/(qm*K) und einer Verglasung mit U-Wert 0,5 W/(qm* K) sehr hochwertig sind. Die Fenster wurden den Passivhauskriterien entsprechend luftdicht eingebaut.

Zur Entlastung der verbliebenen, noch relativ neuen Gas-Brennwerttherme wurde eine thermische Solaranlage mit 9,6qm und ein Pufferspeicher mit 800l Heizungswasser nebst Frischwasserstation montiert. Wegen der neu installierten kurzen Wege der Warmwasserleitung - vorher gab es Durchlauferhitzer - wurde auf eine Zirkulationsleitung verzichtet.

Wegen der Dämmung im bodenbereich wurde der Estrich abgebrochen und mit hochwertiger Dämmung erneuert, was die Gelegenheit war eine Fußbodenheizung einzubauen und die alten Heizkörper sämtlich zu entsorgen.

Süd-West Ansicht
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