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Passivhausanbau

Passivhausanbau in Norderstedt

Das erste und bisher einzige Passivhaus in Norderstedt wurde 2004 gebaut. Es ist der erste zertifizierte Passivhausanbau überhaupt und stellt somit ein Unikum unter den norddeutschen Passivhäusern dar.

Dieses Gebäude wird im PHI als Referenzobjekt eingesetzt, an dem im zuge einer Zertifizierung alle Fragen rund um die Schnittstellenprobleme zwischen Alt- und Neubau geprüft wurden. Das betrifft auch insbesondere die Lüftungsanlage, die auch im Altbau ausgeführt wurde. Zudem sind zwischen Alt- und Neubau keine Türen eingebaut worden.

Das bestehende Haus von 1933 wurde im Jahr 2000 gekauft und vorher bereits von dem Architekten auf eine mögliche Erweiterung hin geprüft. Als erstes dämmten die Bauherren das Dachgeschoss des Altbauteils, später wurde aufgrund des neuen Nachwuchses eine Erweiterung benötigt. Gemeinsam mit den Bauherren wurde von den Architekten, die auch die Haustechnik selbst planten, verschiedene Entwürfe erstellt, aus denen sich recht schnell ein Konzept für den Bau eines Anbaus in Passivhausbauweise entwickelte.

Das Gebäude ist in Holzrahmenbauweise erstellt - mit einem Holzanteil von unter 5 % in der Dämmebene -. Es kamen Holzkastenträger zum Einsatz, die in der Höhe nur alle 1,80 m mit Sperrholzlaschen verbunden sind. Die Fassade besteht aus Lärche als Boden-Deckel-Schalung, die mit einer Dünnschichtlasur behandelt wurde.

Es entstand ein großzügiger neuer Raum im Erdgeschoss für eine offene Küche, einen Essbereich sowie ein Wohnzimmer mit großen Fenstern und Verglasungen. Im Obergeschoss sind zwei neue Kinderzimmer und ein Technikraum entstanden, die ebenfalls mit großen Fenstern in Richtung Süden geöffnet sind.

Der Balkon ist selbststehend vor dem Haus montiert worden und mit diesem nur verbunden, um die Schwingungen zu verringern.

Der Anbau wird nun seit Jahren von den Bauherren bewohnt und diese sind noch immer begeistert von dem angenehmen Raumklima den gut belichteten Räumen und natürlich auch von den geringen Heizkosten. Die alte Heizungsanlage blieb zur Warmwasserbereitung und für den ebenfalls energetisch sanierten Altbau bestehen, wird aber auch im Winter nur minimal betrieben, da kaum noch Heizwärme benötigt wird.

Bei Erneuerung der Heizung werden noch Solarkollektoren ergänzt, für die schon vorbereitende Arbeiten durchgeführt wurden. Der Verbrauch des Altbaues nur für Heizung lag nach der Dachdämmung und vor der Sanierung mit Passivhausanbau bei rund 18.200 kWh/a, nach der Sanierung bei rund 6.830 kWh/a. Bei einer Wohnfläche von 110 qm ergibt das einen Verbrauch von 62 kWh/(a*qm), also etwa wie bei einem KfW-60-Haus.

Dies zeigt, dass das Sanierungskonzept voll aufgeht. Zusammen mit dem Passivhausanbau, der mit 105 qm Wohnfläche bei einem Heizwärmebedarf von etwa 1.470 kWh/a liegt, laufen einschließlich Warmwasser derzeit monatliche Kosten in Höhe von rund 78,50 Eur auf. Das ist bei einer gesamten Wohnfläche von 215 qm mit 5 Bewohnern sehr gering.
Die Mehrinvestition, die für die Ausführung als Passivhaus anfällt macht sich so für jeden verständlich schnell bezahlt und hat ein fantastisches und behagliches Raumklima zur Folge.

Qualitätsgeprüftes Passivhaus

Projekte, die als „Qualitätsgeprüftes Passivhaus, Dr. Wolfgang Feist“ gekennzeichnet sind, wurden vom Passivhaus Institut oder von einer durch das PHI autorisierten Stelle geprüft und zertifiziert.
Die strengen Kriterien für Passivhäuser werden eingehalten.

(Mehr hierzu finden Sie auf der Internetseite www.passivhaus-info.de.)
Zertifikat des Passivhausanbaus Das Fundament des Anbaus Altbau, Westansicht Wandelement des Anbaus, vor dem Einbau Montage der Fertigbauelemente am Anbau Innenansicht OG Anbau Westansicht des neuen Anbaus Detailansicht vom Wandelement Süd- West Ansicht des Bauprojektes Der fertiggestellte Neubau Neubau Westansich Neubau Südansicht Neubau Südansicht Balkongeländer- Detailansicht Fenster OG- Detailansicht Fenster OG- Detailansicht Balkontür OG- Detailansicht Balkon OG Balkontür OG- Detailansicht OG Innenansicht Balkon Dachbalken- Detailansicht EG Tür- Detailansicht Wandschnitt Balkon 2007 Süd-Ost Ansicht vom Neubau 2007 Süd-West Ansicht vom Neubau 2007 Süd-Ost Ansicht vom Neubau 2007 Westansicht vom Neubau 2007 Westansicht vom Neubau 2007 Nord-Ost Ansicht vom Altbau
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